Wie viele, bin auch ich in einer christlichen Familie aufgewachsen. Als ich ein Kind war, lasen mir meine Eltern jeden Abend aus der Kinderbibel vor. Ich bin regelmäßig zur Kinderstunde, zur Teeny und zur Jugend gegangen. Von Anfang an, wurde von mir erwartet, dass ich Jesus liebe und an ihn glaube. Es wurde einfach vorausgesetzt.

Und ich fand Jesus wirklich gut. Ich habe ihn bewundert. Von seiner Moral war ich erstaunt und ich wünschte mir, auch moralisch gut zu leben wie er. Ich war schlicht und einfach ein enthusiastischer Bewunderer von dieser historischen Person.

Und mit der Zeit habe ich festgestellt, dass es viele Christen gibt, die genauso denken wie ich. Sie denken es reicht, ab und zu die Bibel aufzuschlagen, vielleicht mal vor dem Schlafen ein kurzes Gebet zu sprechen. Aber ist das wirkliche Nachfolge? Ist es das, was Jesus von seinen Kindern erwartet?

Wenn wir in der Bibel lesen, dann sehen wir, dass Jesus nicht daran interessiert war, Bewunderer zu haben. Was er suchte, waren echte Nachfolger. Es hat ihn nicht interessiert, wie groß die Menschenmenge war, die zu ihm kam. Nein, es ging ihm um die Bereitschaft der Menschen, seinen Weg mit ihm zu gehen.

Es gibt eine Stelle aus dem Lukasevangelium, in der Jesus über wahre Nachfolge spricht. In Kapitel 9, 23 sagte Jesus:

23 „Wenn jemand mein Jünger sein will, muss er sich selbst verleugnen, sein Kreuz täglich auf sich nehmen und mir nachfolgen.“

Für sehr viele Menschen ist diese Einladung ihm zu folgen, sich selbst zu verleugnen und sein Kreuz auf sich zu nehmen einfach zu viel.

Aber genau hier habe ich für mich auf dieser Reise Folgendes entdeckt. Es reicht nicht nur ein Bewunderer zu sein, sondern du musst bereit sein, dein ganzes Leben Christus zu widmen. Denn nur dann wirst du das wahre Leben erleben, welches Christus für dich bereithält.

Es ist immer wieder spannend von Menschen zu lesen oder zu hören, die auch Bewunderer von Jesus gewesen sind und sich dann entschieden haben, Jesu Nachfolger zu werden. Sie waren bereit jeden Tag zu sterben, sie waren bereit nichts von sich zurückzuhalten, alles was sie hatten Jesus Christus zu widmen. Es waren Menschen wie Petrus und Johannes, wie Martin Luther, Hudson Taylor oder John Whitefield. Sie versetzten Berge mithilfe von Gott.

Ich weiß nicht, wie deine Beziehung zu Jesus ist. Vielleicht bist du gerade so nah wie ich es mal war. Du bist bereit Jesus nah zu sein, um alle Vorteile ausschöpfen zu können, aber nicht so nah, dass es dich Opfer kostet. Du möchtest gerne mit Jesus in den Himmel aufsteigen, aber es heißt für dich noch lange nicht, dein Kreuz täglich zu tragen.

Aber die Einladung, die Jesus aussprach, war sich selbst zu sterben und wahres Leben in ihm zu finden. Wenn du es schaffst, von einem Bewunderer zu einem echten Nachfolger zu werden, dann findest du das Leben, dass Jesus dir eigentlich schenken will.

Bist du bereit, dich verändern zu lassen. Und mit Gott Berge zu versetzen?